UNSERE AKTUELLEN PRODUKTIONEN

MAI 2018

 

AUCH ALS MOBILE PRODUKTION BUCHBAR:

MOBY DICK // Live-Hörspiel nach Herman Melville

Regie: Nikolaos Boitsos // Darsteller: Chiara Nassauer, Christian Jungwirth

 

"Da bläst er!" Moby Dick, der weiße Wal und Kapitän Ahab, sein von unauslöschlichem Hass getriebener Jäger, sind inzwischen mythische Figuren geworden. Und doch ist diese Schilderung eines ungeheuerlichen Abenteuer von Herman Melville (1819- 1891) ein Werk, das es immer wieder neu zu entdecken gilt. Mit unendlicher Vielstimmigkeit und einer erstaunlichen Bandbreite "handgemachter" Geräusche, die vor den Augen und Ohren des Publikums entstehen, zieht dieses Live-Hörspiel die Zuschauer in seinen Bann. Kopfkino pur, an den schönsten Orten rund um den Staffelsee!

 

 

WIEDER IM PROGRAMM // ALS MOBILE PRODUKTION BUCHBAR:

 

"KUNST" // Eine schwarze Komödie von Yasmina Reza

Regie: Chiara Nassauer // Darsteller: Christian Freude, Christian Jungwirth, Stefan C. Limbrunner

 

"KUNST"

 

Serge hat sich ein Bild gekauft: ein weißes Bild mit weißen Streifen.  Für sehr viel Geld. Sein Freund Marc ist schockiert: Wie kann man das als "Kunst" bezeichnen? Beide wollen den gemeinsamen Freund Yvan auf ihre Seite ziehen, doch durch seine Loyalität verschlimmbessert er nur die Lage. Und so wird eine langjährige Männerfreundschaft auf eine äußerst harte Bewährungsprobe gestellt...

 

Bitterböse und zugleich abgrundtief komisch hält Yasmina Reza (*1959) mit ihrem Stück dem wohlhabenden Bildungsbürgertum einen Spiegel vor. "KUNST" zählt zu den meistgespielten zeitgenössischen Komödien; Reza wurde dafür unter anderem mit dem „Prix Molière“ ausgezeichnet.

 

Pressestimmen:

 

"Drei Männer, ein Bild, zwei Hocker, ein Tisch - weniger ist mehr. Das mag sich der Zuschauer vielleicht nicht unbedingt beim Anblick des weißen Bildes gedacht haben, welches das Objekt der Begierde von Serge darstellt. Sicher gilt es aber für die minimalistische Inszenierung des Stücks von Yasmina Reza durch Chiara Nassauer, genau wie für die auf das Wesentliche reduzierte Ausdrucksstärke der Protagonisten. (...) Wie sich die Männerseelen dabei in einem Wechsel von Monologen und Dialogen, die sich bis zur Prügelei steigerten, offenbart haben, war fesselnd und äußerst unterhaltsam. Genauso hat es betroffen gemacht: Dort, wo sich der Zuschauer wiedererkannt hat im Spiegel von Bewertung, Rechthaberei und der eigenen Unfähigkeit, sich seiner echten Gefühle gewahr zu werden und diese zum Ausdruck zu bringen." (Murnauer Tagblatt, 04.10.2017)

 

 

JUNI 2018

 

DER FALL ELLY M. // Theaterstück nach Ödön von Horváth

Regie: Chiara Nassauer // Darsteller: Pia Kolb, Chiara Nassauer, Natalie Siegl, Patrick Brenner, Christian Jungwirth

 

In seinem Schauspielfragment „Die Lehrerin von Regensburg“ schildert der Dramatiker Ödön von Horváth (1901 – 1938) packend und fieberhaft das Schicksal der Volksschullehrerin Elly Maldaque: Im Jahr 1930 wird sie nach 17-jährigem Schuldienst fristlos und ohne Versorgungsansprüche entlassen – auf den bloßen Verdacht hin, sie sei ein „wirkendes Mitglied der KPD“. Elly will für ihre Rechte kämpfen, doch die ständige Verfolgung und Verunglimpfung ihrer Person und ihrer Überzeugungen erschöpfen ihre Kräfte zunehmend. Wenige Wochen nach ihrer Entlassung stirbt sie, körperlich und geistig zerbrochen, in einer Heilanstalt.

 

"Hier wird ein Mensch gestorben!" - Mit diesem Schlagwort erhebt Horváth seine Stimme gegen Willkür, Menschenverachtung und Machtmiss-brauch. Themen, die angesichts der derzeitigen gesellschaftspolitischen Entwicklungen leider nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben. Mit einer neuen Stückfassung, basierend auf den Fragmenttexten und Originaldokumenten nähert sich RED DOOR PROJECTS in einem aufwühlenden Theaterabend dem Schicksal von Elly Maldaque.

 

 

JULI 2019

 

KLEIN ZACHES, GENANNT ZINNOBER // Theaterstück nach E.T.A. Hoffmann

Regie & Schauspiel: Chiara Nassauer

 

E.T.A. Hoffmann (1776-1822), der große Romantiker, erzählt in diesem Werk von den Errungenschaften einer beschleunigten, technisierten Zeit, in der Hochstapler und Blender euphorischen Applaus ernten: Eines Tages findet die Fee Rosabelverde im Wald ein unansehnliches Wesen, das beißt, knurrt und kaum gehen kann. Es ist Klein Zaches. Durch ihren Zauber wird er fortan für die Menschen schön und geistreich, zum Liebling der Gesellschaft und sogar zum skrupellosen Politiker, genannt "Zinnober"! Nur Balthasar, durch Zaches´ Emporkommen von seinem Platz bei seiner Angebeteten verdrängt, geht dem Zauber auf den Grund und entlarvt den falschen Publikumsliebling... "Es war einmal" einmal ganz anders, als Jahrmarkttheater mit Biss!

 

 

WEITERHIN ALS MOBILE PRODUKTION // ALS KLASSENZIMMERSTÜCK BUCHBAR:

 

DER KRONZEUGE // Stück für Solo-Performance von Stefan C. Limbrunner

Regie: Chiara Nassauer // Darsteller: Stefan C. Limbrunner

 

Im Gefängnis von Jerusalem, August 1961. Ein Raum, ein Tisch, ein surrendes Tonband. Ein Mann, der wegen millionenfachem Völkermords und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt ist, schreitet auf und ab. In unfassbarer Ruhe beginnt Adolf Eichmann, seine Lebensgeschichte zu erzählen. Seinen eigenen Ausführungen zufolge ist er ein schuldloses Opferlamm, doch immer wieder gibt der Autobiograph zu viel preis, demaskiert sein wahres Denken, beginnt Schritt für Schritt, sich zu verraten. Am Ende steht das eiskalte Psychogramm eines Mannes, der sich in nichts von einem Durchschnittsbürger unterscheidet und der doch zu einem Menschen wurde, der in der Lage war, den größten Völkermord der Geschichte zu planen.

 

Das Bühnenstück von Stefan C. Limbrunner (*1977), der auch die Hauptrolle spielt, basiert auf dem Text „Goetzen“, den Eichmann 1961 vor seiner Urteilsverkündung schrieb. In dieser Theaterfassung wird Eichmann zum Kronzeugen für das, was seine heutigen politischen Nachfahren nur allzu gern leugnen möchten – die Shoah.

 

Hier gehts zum Trailer der Produktion...

 

Pressestimmen:

 

"Betroffene Stille. Dann minutenlanges Klatschen der Zuschauer, die gerade in einem israelischen Gefängniszimmer das Jahr 1961 miterleben konnten, (...) wie Adolf Eichmann als Cheforganisator des Holocaust jede Eigen- und Mitverantwortung leugnet und versucht, seine Exekution zu verhindern. Eine darstellerische Meisterleistung von Stefan C. Limbrunner. (...) Chiara Nassauer verzichtet in ihrer mutigen Inszenierung auf jedes Zurechtrücken der Selbststilisierung des Naziverbrechers und überlässt dem Zuschauer die Verarbeitung des Gedankenguts." (Murnauer Tagblatt, 18.10.2017)